Christiane Maluck

Wasser

97,5 % der weltweiten Wasservorkommen (1,4 Mrd. km³) befinden sich als Salzwasser in den Weltmeeren, die die Erde zu 71% bedecken . Von den 2,5% Süßwasser sind 70% in den Eisschichten von Nord- und Südpol gebunden. Die anderen 30% liegen überwiegend als großflächige verteilte Bodenfeuchte oder in Wasser führenden Schichten (Aquiferen) vor. Letztlich sind nur 1% des Süßwasser (0,007% allen Wassers) für den Menschen nutzbar. Von dieser jährlich verfügbaren Menge werden bereits heute 54% genutzt, 70% davon allein in der Landwirtschaft. Aufgrund des Bevölkerungswachstums könnte der Gesamtverbrauch im Jahr 2025 auf 70% steigen. Zwischen 1900 und 1995 hat sich die globale Wasserentnahme mehr als versechsfacht und ist damit mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die Weltbevölkerung.

Süßwasser

Der im Jahr 2003 von den Vereinten Nationen vorgelegte Weltwasserentwicklungsbericht spricht von einer sich verschärfenden internationalen Wasserkrise. Obwohl die Wasservorkommen sehr unterschiedlich auf Länder und Regionen verteilt sind, wird laut UN von den Auswirkungen keine Region verschont bleiben. Bis 2050 werden günstigstensfalls 2 Mrd. Menschen in 48 Ländern und schlimmstenfalls 7 Mrd. Menschen in 60 Ländern von Wasserknappheit (Pro-Kopf-Verfügbarkeit an Süßwasser geringer als 1700 m³ p.a.) betroffen sein. Der Anteil der globalen Erwärmung an der Wasserverknappung wird auf 20% geschätzt. Die Pro-Kopf-Verfügbarkeit an Süßwasser wird in den nächsten 20 Jahren im globalen Durchschnitt um ein Drittel zurückgehen. Zu den neuen Gebieten mit Wasserknappheit gehören u.a. die Anwohner der Flüsse Volta, Fahra, Nil, Narmada, Euphrat und Tigris. Die Zahl der Menschen mit Zugang zu sauberem Trinkwasser wächst zwar dank hoher, v.a. nach 1980 getätigter Investitionen mittlerweile schneller als die Bevölkerung, dennoch waren 2000 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisationen (WHO) immer noch rund 1,1 Mrd. Menschen unzureichend mit sauberem Wasser versorgt. 2,4 Mrd. Menschen fehlt der Zugang zu Sanitäreinrichtungen (in beiden Fällen leben über 90% dieser Menschen in Afrika und Asien). 2,2 Mio. Menschen sterben jährlich an Infektionskrankheiten (insbes. Durchfallerkrankungen) aufgrund unzureichender Versorgung mit Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen, 90% davon sind Kinder unter 5 Jahren. (Quelle: Fischer Weltalmanach 2005)